I serie I Ein Tag mit… Robert Mycer

robert mycer rikkart hamburg

 

Robert ist ausgebildeter Jurist und hat nun sein erste EP „Rave like it´s 92“ rausgebracht. Wir haben uns vor ein paar Monaten zufällig kennen gelernt und treffen uns seitdem regelmäßig für alles mögliche.

Dieses Mal haben wir uns mal auf ein Interview für dich getroffen! 🙂

Wie kommst du zur Musik?

Auf der Abschlussfeier, als ich in der siebten oder achten Klasse war, habe ich den Schlagzeugspieler der Abi-Band gesehen und war fasziniert von ihm. Ich wollte das auch können und so entschloss ich mich dazu Schlagzeug spielen zu lernen.

Da wir jedoch anfangs noch kein Schlagzeug zuhause hatten, musste ich im Proberaum der Schule üben.

Meine Eltern haben dann jedoch nach kurzer Zeit meine Leidenschaft für das Schlagzeug entdeckt und mir eins geschenkt. Ab dort an konnte ich zu Hause spielen und so habe ich es dann schlußendlich auch in die Abi-Band geschafft.

Mit steigendem Alter kam die Partyzeit hinzu und da ich vor allem zu elektronischer Musik feiern gegangen bin, entstand dann auch ein immer größeres Interesse an dieser Art von Musik. Dies führte dazu, dass ich eigene Ideen und „Verbesserungen“ für Tracks entwickelte.

So habe ich mir dann damals Garage Band runtergeladen und mithilfe von Youtube Tutorials meine ersten Erfahrungen gesammelt. Nach einer Weile und den ersten Versuchen kam dann Ableton und noch viel mehr Youtube Videos hinzu! (lacht)

Seitdem produziere ich elektronische Musik, vor allem House & Techno und vor drei Wochen ist meine erste EP raus gekommen.

 

 

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Handy während des Produktionsprozesses gibt bei Robert eigentlich nicht.

 

Wie empfindest du deine Musik und wie fühlst du dich bei der Produktion eines Tracks?

Bei der Produktion bin ich im besten Fall in einem Flow, sprich, ich bin eins mit der Musik.

Das Produzieren von meiner eigenen Musik eröffnet mir neue Wege zu Gedanken und Emotionen, zu denen ich sonst nicht vordringe.

Gleichzeitig ist es auch ein Verarbeiten von Emotionen, aber kein direktes Verarbeiten. Denn erst im Nachhinein  erkenne ich das die produzierten Tracks meine damaligen Lebenssituationen widerspiegeln.

 

Lässt du dich inspirieren?

Ich sammle oft Ideen und höre auch in Tracks Dinge, die mir gefallen und schreibe diese auf um diese vielleicht irgendwie einzubauen.

Dann beginne ich zu arbeiten und es kommt doch alles anders als geplant, weil die emotionale Lage anders drauf ist oder irgendwelche Gefühle verarbeitet werden wollen.

 

 

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Wie motivierst du dich?

Im besten Fall muss ich mich garnicht erst motivieren, weil ich schon Bock habe zu arbeiten.

Natürlich gibt es aber auch Tage, an denen etwas fertig gemacht werden muss, obwohl ich garnicht in der Stimmung bin. In diesen Fällen höre ich mir meist erstmal eine halbe Stunde Musik oder gucke ein paar Youtube Tutorials, dann entsteht die Lust darauf selber etwas zu schaffen, ganz schnell.

 

Hast du Rituale, die du benötigst um konzentriert zu arbeiten?

Ja, auf jeden Fall! An einem Produktionstag stehe ich morgens früh auf, mache mir einen Kaffee mit Butter und Kokosöl und anschließend meditiere ich erst einmal ca. 20 Minuten. Dies mache ich um meinen Kopf frei zu kriegen und mich auf die vorstehenden Aufgaben vorzubereiten.

Mein Handy bleibt während des gesamten Tages ausgeschaltet, so kann ich mich echt viel besser konzentrieren.

Man muss sich da aber auch manchmal selber ein wenig überlisten, denn es ist ja auch menschlich sich ablenken zu wollen. Daher habe ich für meinen Webbrowser das PlugIn „Stay Focused“ installiert, mithilfe dessen der gesamten Browser oder ausgewählte Seiten für einen bestimmten Zeitraum gesperrt werden.

 

 

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Hast du Vorbilder?

Als ich begonnen habe Musik zu machen waren es einzelne Tracks die mich berührt haben oder die ich mega geil fand, aber ich hatte nie ein einzelnes Vorbild.

Heute beschäftige ich mich viel mehr mit den Künstlern und deren Werdegang. Ich lese auch viel über sie, denn mich interessiert der Weg, wie sie dort hingekommen sind, wo sie heute stehen. Ein konkretes Vorbild gibt es aber auch heute nicht.

 

Hast du noch einen Tipp zum Abschluss?

Ich habe damals den Tipp bekommen, immer am Ball zu bleiben, egal wie schwer es wird oder egal was passiert. Diesen Tipp möchte ich auch auf jeden Fall weiter geben und denkt immer dran, dass der Weg, den ihr geht, Spaß machen sollte und man nicht zu verkrampft an die Dinge herangeht.

Vielen Dank Robert und weiterhin viel Erfolg! 🙂

 

 

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Robert´s neue EP findest du hier auf Soundcloud und auf Facebook ist der gute Herr natürlich auch.

 

Vielen Dank fürs Lesen und bis Bald! 🙂

Rikkert.

 

 

 

 

 

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